USA kommen an Daten in der Cloud durch Cloud Act

Eventuell haben die einen oder anderen das Thema verfolgt, ich habe es am Rande wahrgenommen und gebe hier die aus meiner Sicht Quintessenz wieder.

In den USA wurde das Gesetzt “Cloud-Act” verabschiedet. Dieses ermöglicht der US Justiz den Zugriff auf Daten auf Servern, wie E-Mails, auch außerhalb der USA.

Zum Thema gehört auch das EU US-Privacy Shield Abkommen, was ja den Zugriff auf alle unsere EU-Daten durch US-Behörden, schützen sollte. Dies wurde nun ausgehebelt. Das Thema gab es zuvor unter dem Versuch unsere Daten mittels Safe-Harbor Abkommen zu schützen.

Zwischenzeitlich klagte u.a. Microsoft, dass Cloud-Server in Europa aufbaut und unterhält um den hiesigen Datenschutz einzuhalten, bzw. die Firmen milde zu stimmen, gegen die US-behörden. Hier ein umfassender Artikel von zdnet in dem die US-Behörden auf Kundendaten auf Microsoft Servern, in Irland, Zugriff erhalten wolten: https://www.zdnet.de/88274715/datenschutz-microsoft-gewinnt-wichtigen-prozess-gegen-us-regierung/

Microsoft gewann mehrere Prozesse vor Gericht, jedoch sieht es inzwischen so aus, als wenn sich das Blatt wendet und nun mit dem Cloud-Act gegen IT-Unternehmen und unseren Datenschutz gesteuert wird. In dem Gesetzt steht unter anderem auch, dass die Herausgabe von Daten den US-Behörden ermöglicht werden muss und dass die IT-Unternehmen ihre Kunden darüber nicht informieren müssen / sollen. Auch heise berichtete darüber: https://www.heise.de/newsticker/meldung/CLOUD-Act-US-Gesetz-fuer-internationalen-Datenzugriff-und-schutz-verabschiedet-4003330.html

Inzwischen klagt die US-Justiz erneut gegen Microsoft und versucht an unsere Daten durch das neue Gesetzt Cloud-Act, zu gelangen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.